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Ashwagandha gevaarlijk? – het Ayurvedische superkruid onder de loep

Ashwagandha gefährlich? – das ayurvedische Superkraut unter der Lupe

Ashwagandha zählt seit Jahrhunderten zu den beliebtesten Heilkräutern im Ayurveda. Ein wahrer Klassiker, der in stressigen Zeiten für Ausgeglichenheit, Energie und liebevolle Unterstützung steht.

Doch in letzter Zeit ist auch eine andere Stimme zu hören. Schlagzeilen in Zeitungen, wissenschaftliche Artikel und ein mögliches Verbot in Europa werfen Fragen auf. Ist Ashwagandha gefährlich oder sicher? Und was sollen wir jetzt glauben?

In diesem Blogbeitrag erklären wir Ihnen alles Schritt für Schritt. Was ist da los? Wie berechtigt sind die Bedenken? Und – vielleicht am wichtigsten – kann man Ashwagandha noch bedenkenlos anwenden?

Berichte über Leberschäden: Ist Ashwagandha gefährlich?

Seit 2023 wurden in der medizinischen Fachliteratur mehrere Fälle möglicher Leberschäden nach der Einnahme von Ashwagandha-Präparaten beschrieben. Diese Fälle haben sowohl bei Verbrauchern als auch bei politischen Entscheidungsträgern Besorgnis ausgelöst. Die Europäische Kommission erwägt sogar ein Verbot von Ashwagandha in Nahrungsergänzungsmitteln (6).

Das klingt heftig – aber wie bei allem in der Pflanzenheilkunde ist hier Feingefühl gefragt. Denn was sagen die Studien wirklich? Und inwieweit ist Ashwagandha laut diesen Studien gefährlich?

Forschungsergebnisse aus Indien: Vorsicht ist geboten, aber der Kontext ist entscheidend.

Die meisten Fälle, die Ashwagandha mit Leberschäden in Verbindung bringen, stammen aus Indien. In einer Studie von Philips et al. 2023 (1) Acht Patienten mit Leberschäden, die Ashwagandha eingenommen hatten, wurden untersucht. Einer dieser Patienten verstarb, ein anderer erhielt eine Lebertransplantation. Das ist durchaus besorgniserregend.

Allerdings bleibt die Zahl gering, und es bestehen viele Unklarheiten. War es tatsächlich Ashwagandha, das die Schäden verursacht hat? Oder spielten andere Faktoren wie verunreinigte Nahrungsergänzungsmittel, andere Kräuter, Medikamente, Alkoholkonsum oder Grunderkrankungen eine Rolle?

Wie Philips et al. betonen dies auch in ihrer Rezension 2020 (2) Viele Fälle von Leberschäden im Zusammenhang mit pflanzlichen Präparaten gehen auf nicht regulierte Produkte zurück, die häufig mit Schwermetallen, Bakterien oder sogar Medikamenten verunreinigt sind (3). Dies erschwert es, die Schuld eindeutig dem Kraut selbst zuzuschreiben, und zeigt, dass die Frage nach der Sicherheit von Ashwagandha noch nicht eindeutig beantwortet werden kann.

Und in anderen Ländern? Japan, den USA, Europa?

Vereinzelt wurden auch außerhalb Indiens, beispielsweise in Japan und den USA, Fälle von Leberschäden gemeldet. In diesen Fällen – wie auch in Indien – wird ein Zusammenhang mit Ashwagandha vermutet, die Kausalität ist jedoch oft unklar. Viele Patienten nahmen mehrere Nahrungsergänzungsmittel gleichzeitig ein, was die Wahrscheinlichkeit von Wechselwirkungen erhöht.

Wichtig: Laut dem renommierten Testbericht von Andrade et al. 2019 (4) Leberschäden durch Kräuter sind relativ selten und schwer nachzuweisen, da die Symptome oft erst spät auftreten und es viele individuelle Unterschiede in der Empfindlichkeit gibt.

Wie bei Medikamenten können auch Leberreaktionen auf Kräuter individuell unterschiedlich ausfallen – also unvorhersehbar und von Person zu Person variieren. Ein kleiner Teil der Anwender kann eine Überempfindlichkeitsreaktion zeigen, während die überwiegende Mehrheit keine Symptome verspürt. Dies macht die Frage, ob Ashwagandha gefährlich oder sicher ist, komplex.

Wie ist der aktuelle Stand? Ist Ashwagandha verboten?

Nein, Ashwagandha ist im Moment noch nicht verboten In den Niederlanden oder der EU. Die Europäische Kommission hat jedoch auf Grundlage der genannten Fälle einen Verbotsvorschlag unterbreitet. Laut dem Wirtschaftsverband NPN ist dieser Vorschlag verfrüht und basiert auf begrenzten wissenschaftlichen Erkenntnissen (6).

Daher ist noch keine endgültige Entscheidung gefallen, und verschiedene Parteien plädieren für weitere Forschung, bevor ein Verbot umgesetzt wird.Die Frage, ob Ashwagandha sicher ist, bleibt daher vorerst in erster Linie eine Frage der sorgfältigen Anwendung.

Kann man Ashwagandha bedenkenlos anwenden?

Ja, Ashwagandha kann bedenkenlos angewendet werden – vorausgesetzt, man geht dabei vernünftig vor. Hier sind einige praktische Hinweise:

  • Wählen Sie eine vertrauenswürdige Marke. Stellen Sie sicher, dass das Nahrungsergänzungsmittel auf Reinheit geprüft wurde und aus kontrollierten Quellen stammt.
  • Verwenden Sie nur die Wurzel. Traditionell wird ausschließlich die Wurzel der Ashwagandha-Pflanze verwendet. Die Blätter enthalten andere Substanzen (wie Withaferin A), die schädlicher sein können.
  • Seien Sie besonders vorsichtig, wenn Sie Leberprobleme haben. Hatten Sie bereits Lebererkrankungen oder nehmen Sie Medikamente ein, die die Leber belasten? Dann konsultieren Sie einen Arzt oder Phytotherapeuten.
  • Beachten Sie Dosierung und Anwendungsdauer. Nehmen Sie nicht mehr als die empfohlene Dosis ein und legen Sie bei längerer Anwendung eine Pause ein.

Durch die Einhaltung dieser Richtlinien verringern Sie das Risiko, dass Ashwagandha durch Verunreinigung oder Missbrauch gefährlich wird.

Was sagt die uralte Tradition?

Ashwagandha – auch bekannt als Withania somnifera Ashwagandha hat tiefe Wurzeln im Ayurveda, dem traditionellen indischen Gesundheitssystem, das seit Jahrtausenden existiert. Innerhalb dieses Systems gilt Ashwagandha als sogenanntes Rasayana – eine Pflanzengruppe, die traditionell zur Unterstützung der allgemeinen Gesundheit eingesetzt wird. Wohlbefinden und Erholung nach Erschöpfung oder Krankheit.

Die Wurzel der Pflanze gilt in ayurvedischen Texten als der wertvollste Teil. Sie wurde von ausgebildeten Ärzten verschrieben. Vaidyas (Ayurvedische Ärzte), die die Anwendung auf die individuelle Konstitution (Dosha) des jeweiligen Menschen abstimmten. In diesem Kontext wurde das Kraut selten isoliert verwendet: Es war Teil eines ganzheitlichen Ansatzes, bei dem auch Ernährung, Lebensstil und andere Kräuter eine Rolle spielten.

Die Blätter der Pflanze wurden im klassischen Ayurveda kaum verwendet, was teilweise auf die stärkere Wirkung bestimmter Inhaltsstoffe, wie beispielsweise Withaferin A, zurückzuführen ist. In der modernen Nahrungsergänzungsbranche werden die Blätter manchmal hinzugefügt, um die Konzentration der Wirkstoffe zu erhöhen – eine Entwicklung, die von der traditionellen Verwendung abweicht.

Anders ausgedrückt: Ashwagandha ist kein neu entdecktes Superkraut, sondern ein bewährtes Heilmittel innerhalb eines umfassenderen Wissens- und Behandlungssystems. Dieser historische Kontext lehrt uns, dass wirksam nicht gleichbedeutend mit risikofrei ist und dass eine sorgfältige Anwendung unerlässlich ist, wenn man die Frage nach der Sicherheit von Ashwagandha beurteilt.

Abschließend: Bleiben Sie kritisch, aber auch ruhig.

Ist Ashwagandha ein gefährliches Kraut? Nicht unbedingt. Aber es ist auch kein harmloses Bonbon. Wie jede wirksame Substanz erfordert es einen verantwortungsvollen Umgang.

Lassen Sie sich nicht von Angst leiten, aber auch nicht von blindem Vertrauen. Setzen Sie auf Qualität, achten Sie auf Ihren Gesundheitszustand und konsultieren Sie im Zweifelsfall immer einen Experten.

Referenzen:

  1. Philips CA, Valsan A, Theruvath AH, et al. (2023). *Hepatol Commun.* 7(10): e0270.
  2. Philips CA, Ahamed R, Rajesh S, et al. (2020). *World J Hepatol.* 12(9): 574–595.
  3. Philips CA, Augustine P, Rajesh S, et al. (2019). *J Clin Exp Hepatol.* 9(2): 268–272.
  4. Andrade RJ, Chalasani N, Björnsson ES et al. (2019). *Nat Rev Dis Primers.* 5(1): 58.
  5. [Herbal Reality – Bedrohungen für die Sicherheit von Ashwagandha](https://www.herbalreality.com/herbalism/safety/threats-to-ashwagandha-safety-how-do-we-respond-to-new-reports-of-liver-damage/)
  6. [NPN – Vorschlag zum Verbot von Ashwagandha auf der Grundlage begrenzter Beweise] (https://www.npninfo.nl/nieuws-en-persberichten/nieuwsbericht/voorstel-verbod-ashwagandha-gebaseerd-op-beperkt-wetenschappelijk-bewijs/)

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